
Grauburgunder – früher als Ruländer bekannt – war lange die Sorte für restsüße Weine mit milder Säure. Wir haben uns schon früh in der Geschichte unseres Weinguts mit der trockenen Variante befasst. Seit 1976 sind Grauburgunder bei uns in der Ried Bandkräften verwurzelt. Wo Schwarzerde auf Muschelkalk trifft, liefert er mit seinen kleinen Beeren und geringem Ertrag genau das, was dem Weißburgunder aus der Ried Plache die zweite Dimension gibt: eine solide Säurestruktur vom Kalk, Extrakt und Rückgrat. In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends, als selektive Ausbruch-Lese ohne Netze noch möglich war, haben wir die Botrytis-Trauben hängen lassen und später für den Süßwein geholt – dank seiner Botrytisanfälligkeit und guten Reifebedingungen war er damals fixer Bestandteil unserer Ausbrüche. Seit der Starendruck größer wurde, landet er großteils als trockener Wein in unserem Burgundercuvée.
Heute ist er der Teamplayer der die Alte Reben Burgundercuvée erst komplett macht. Gemeinsam mit dem Weißburgunder ergeben sie zu gleichen Teilen die Alte Reben – mehrfacher Falstaff Burgundertrophy-Sieger – und bilden das Fundament unserer SOLERA Cuvée Perpétuelle.
Wer Grauburgunder nur als harmlosen Pinot Grigio kennt, hat ihn noch nie von alten Reben auf Ruster Kalk getrunken.



